Grußwort Klaus Nielsky
Heißt wie hoch dat Segel, nehmt dat Rohr to Hand, seilt wie froh und frie de schöne Schlie entlang.
aus "Dat Schlieleed"
Schleswig, im September 2000
Unter den Schleswiger Segelclubs nimmt der Holmer Segelverein Schleswig eine besondere Ausnahmestellung ein. Nicht moderne Segelboote stehen im Mittelpunkt seiner Aktivitäten, sondern in ganz besonderer Weise die alten Holmer Fischerkähne, deren Pflege, Erhaltung und Betrieb der Verein sich zum Schwerpunkt seiner Aufgaben gemacht hat.
Die an den Kähnen sichtbar werdende Erinnerung an alte Fischereiausrüstung und das durch erfolgreiche Jugendarbeit praktizierte Heranführen von Kindern und Jugendlichen an diese Tradition ist eine besondere Aufgabe, der sich der Verein seit nunmehr fünf Jahrzehnten mit großem ehrenamtlichen Engagement stellt. So sollte es nach Auffassung der Vereinsgründer auch sein. Vor nunmehr 50 Jahren, als die noch junge Demokratie in der Bundesrepublik ihren Anfang nahm und der beginnende wirtschaftliche Aufschwung bereits spürbar wurde, modernisierten bzw. erneuerten die Holmer Fischer ihre Kähne.
Den Vereinsgründern war es wichtig, die ausgemusterten Fischerkähne zu erhalten. Sie hatten glücklicherweise erkannt, dass damit ein wertvolles, für Schleswig und insbesondere den Holm typisches Kulturgut zu bewahren war. Dafür gebührt dem Holmer Segelverein Schleswig in ganz besonderer Weise Dank und Anerkennung.
Im Vereinsleben stellt die jährlich im Monat August stattfindende „Twiebakken-Regatta“ einen Höhepunkt dar. Dabei handelt es sich um ein Wettsegeln auf der inneren Schlei, das ausschließlich mit Fischerkähnen durchgeführt wird. Dies ist im zunehmendem Maße nicht nur für die Schleswiger ein sehenswertes - weil seltenes- Ereignis, sondern auch ein besonderer Anziehungspunkt für Touristen und Hobbyfotografen.
Die Stadt Schleswig hat sich bereit erklärt, dem Holmer Segelverein Schleswig bei der Umsetzung seiner Bootshauspläne im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen, weil sie weiß, dass die besondere Verbindung von erfolgreicher Jugendarbeit und Traditionspflege nicht hoch genug geschätzt werden kann. Wir wünschen dem Verein für die Zukunft alles Gute und für die zukünftigen Regatten oder Segeltörns
MAST- und SCHOTBRUCH!
